Ein richtiges Stadtzentrum hat Fürth eigentlich nicht. Dort, wo es eigentlich sein müsste, herrscht tote Hose. Dort, wo das Leben etwas mehr pulsiert (etwa in der Gustavstraße),  ist man aber schon eher in einer Randlage. Das soll nun anders werden: mit dem Bau eines zentral gelegenen Einkaufszentrums. Bericht

2 Antworten zu “Fürth bekommt ein Zentrum”

  1. harry schönberger sagte

    hurra, fürth bekommt noch ein einkaufszentrum. das ist die lösung für die kranke kaufkraft und die einzelhändler schlechthin.
    ein city-center-einkaufszentrum (mit einem ek-center hat das ja schon nichts mehr zu tun) das aussieht wie ein obdachlosenasyl(von managment dafür kann keine rede sein),
    eine grüne halle, die nicht so richtig funktioniert,
    ein phönixcenter das den charm eines cssr-markets(wie er mal vor 20 jahren war)ausstrahlt,
    und zu guter letzt eine mit chinesischen pflastersteinen nicht fertig belegte fussgängerzone, deren besucherfrequenz nur als mäßig zu bezeichnen ist.
    ja was kann man denn daran ändern?
    nicht die innenstadt ein bischen attraktiver gestalten, nein, das einheitliche grau bis schwarz der fassaden soll schon erhalten bleiben in der denkmalschutzstadt.
    vielleicht etwas mehr ambiente, schaut man einmal in die nachbarstädte. nein, die führter einzelhandelsstrruktur mit den verhältnismäßig vielen handyläden, 1-euro-shops, dönerläden, bäckereien und vielen anderen wühltischanbietern soll erhalten bleiben.
    soso, die lösung heißt nun, bauen wir halt noch ein einkaufszentrum, wenn die anderen schon nicht funktionieren. das holt dann die kunden und deren kaufkraft, die jetzt anderweitig shopen zurück. vielleicht anfänglich, weil es etwas neues ist. da muss schon ein tolles konzept dahinterstehen, wenn man plötzlich solche fortgeschrittenen gedanken veröffentlicht.
    die eingeleiteten maßnahemen zur verbesserung der innenstadtstruktur (fußgängerzone) sind noch nicht einmal abgeschlossen, geschweige denn dass diese auch etwas bewirken.
    man kann mittlerweile in vielen städten erkennen, was die ständige entwicklung durch die vermehrte präsenz von einkaufscentern hervorgebracht hat. immer mehr leerstände in den cityzonen durch abwandern von geschäften. noch mehr cafes und bäckereien. prima.
    es ist halt das einfachste, sich nicht selbst um die durch unterlassung hervorgerufenen missstände zu kümmern (parkplätze, einkaufsstrukturen, optik und ambiente der wissenschaftsstadt. da kommt irgendwann schon ein investor, der all diese dinge (um die man sich halt im denkmalrausch nicht gekümmert hat), erledigt.
    meinen repekt. viel glück für die in der innenstadt verbleibenden geschäftchen.

    harry-s

  2. harry schönberger sagte

    mit meiner meinung von heute steht ich nicht alleine da. ich habe eigentlich noch höflich untertrieben.
    aber nichts destotrotz, darf ich den stadtentwickler, den stadtexperten und deren helfern ein zitat von henry ford wiedergeb.

    die enten legen ihre eier in aller stille.
    die hühner jedoch, erheben dabei ein lautes gegacker.

    darüber kann jeder einmal nachdenken.

    harry-s

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